Der
Tanz der Götter und Dämonen
06. 01. - 12. 01. 2011 |
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Vom 06. 01. - 12. 01. 2011 findet der dritte Mandapa-Maskentanz statt. Die Persönlichkeit jedes Menschen setzt sich aus
gegenteiligen Kräften zusammen, die in ständigem Austausch und Ringen nach Verständigung suchen.
Diese Auseinandersetzungen sind die Tänze
unserer
inneren Götter und Dämonen, die wir als das Auf und Ab der
Gedanken erleben. "Götter und
Dämonen" bedeutet nicht, dass diese Kräfte "Positiv" oder "Negativ" im Sinne von
"Gut" und "Böse" verkörpern – sie alle sind notwendige Entwicklungskräfte, die je
nach Stand unserer persönlichen Entwicklung, diese fördern oder hemmen
können. Sind sie für unsere
Entwicklung förderlich, können sie als Götter bezeichnet werden, wirken sie
hemmend, als Dämonen. Gelingt es
uns nicht, eine Trennung zwischen ihnen und uns selbst
zu ziehen, werden wir von ihnen eingenommen und beherrscht. Maskentänze sind ein uralter Weg, um uns vom Einfluss
dieser gegenteiligen Kräfte zu
befreien. In den
unterschiedlichsten Kulturen werden seit Jahrtausenden Maskentänze
getanzt. Viele Menschen denken, diese seien reine Folklore.
In Wahrheit aber
sind sie
Heilmittel, unvergängliche Artefakte unserer Ahnen, die in der Maske
der Folklore überlebt haben und
auf neue Entdeckung warten. Enthüllt sich im Tanz ihre Wahrheit,
entfalten sie ihre heilsame Wirkung, überwinden sie die Grenzen von
Zeit, Kultur, Religion
und sozialen
Umständen.
Werner Plate kam vor 5 Jahren auf einer Reise nach Ladakh in Kontakt mit den Maskentänzen des Buddhismus. Er erkannte Zusammenhänge zwischen den Tänzen und der Mandapa-Entwicklungstypologie und beschloss, eine europäische Form des Maskentanzes zu entwickeln. Auf der Grundlage der Mandapa-Entwicklungstypologie ist es möglich, Masken zu bauen, die Abbilder der einzigartigen Struktur der Persönlichkeit des jeweiligen Tänzers sind. Beim Bau der Masken wenden sich die Tänzer nach innen und kontaktieren ihre Götter und Dämonen. Im Formen der Maske bringen sie diese Kräfte nach Außen und trennen sich von ihnen ab. Durch das bewusste Aufsetzen der Masken und ihren individuellen Tanz entziehen sie ihren inneren Göttern und Dämonen die Herrschaft über ihr Leben und werden wieder zu freien, selbstverantwortlichen Wesen. Sie tanzen sich frei.
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