Werner Plate, Das Symbol 

‚DAS SYMBOL'

"Meine Suche nach Wahrheit, nach einem grundlegenden Lebenssinn, begann nach eindrucksvollen Erfahrungen in Kindheit und Jugend. Damals hob sich ohne ersichtlichen Grund,  von einem Moment zum anderen,  der Schleier, der normalerweise die Wirklichkeit verdeckt, und ich fand mich in einem mir unerklärlichen Zustand von Wissen und Klarheit wieder.  Auf der Suche, das Geschehene zu verstehen, entdeckte ich  die ersten Antworten in den Lehren des tibetischen Totenbuches.  Durch die Initiation in die Bardogottheiten, die Götter und Dämonen des Totenbuches, fast 35 Jahre später, entdeckte ich im Symbol, den perfekten Spiegel  dessen, was ich selbst erfahren habe. Es ist der Spiegel der Quelle, aus der ich seither gelebt und gelehrt habe. Jahrzehnte habe ich den Fluss betrachtet, der aus dieser Quelle sprudelte.  Jetzt sehe ich seine Quelle.       Werner Plate

 

Erkenne Dich selbst!

Der Spiegel

Das Seminar

Spruch von 300 v.Chr. über dem Eingang des Tempels des Apollo in Delphi.‘ 

Die Suche nach Selbsterkenntnis  ist so alt wie die Menschheit.  Wenn wir unser Leben verbessern und   in Einklang mit Wahrheit leben wollen, müssen wir wissen,  wer wir wirklich sind. 

Im Mittelpunkt aller Geschehnisse unseres Lebens  steht unsere Persönlichkeit. Sie ist die Quelle von Leiden und Freuden,  die wesentlichste Barriere, aber  auch die stärkste Verbündete auf dem Weg zu unseren Lebenszielen.  

Die Schwierigkeit, die eigene Persönlichkeit  zu kennen ist die,  dass wir bei unserer Suche  durch die Brille eben dieser Persönlichkeit schauen. Es ist so, als würden wir versuchen, ohne Zuhilfenahme eines Spiegels, unsere  Augenfarbe zu sehen.  Ein Symbol der Wahrheit ist ein Spiegel  durch den dieser Blick auf uns selbst möglich wird.

Nur wenn wir wissen, wer wir wirklich sind,  können wir   unsere verborgenen Potentiale erkennen und leben.  

 

Den Weisen der alten Zeiten war der Aufbau der Persönlichkeit  gut bekannt. Dieses Wissen hat in den spirituellen Symbolen die Jahrtausende überdauert und  ist auch heute noch aktuell.  Die Grundbestandteile der Persönlichkeit werden zum Beispiel im tibetischen Buddhismus durch unterschiedliche Götter und Dämonen symbolisiert. 

Jede Persönlichkeit setzt sich aus denselben Anteilen zusammen.  Was den Charakter von Menschen  unterscheidet ist einzig, wie diese Grundbestandteile  miteinander in Beziehung stehen.  Kennen wir die Grundbestandteile  der Persönlichkeit,  können wir unsere individuelle Persönlichkeit symbolisch darstellen und in unseren eigenen Spiegel schauen. 

Die Persönlichkeit ist nicht statisch.  Im Laufe des Lebens verändert und entwickelt sie sich.  Aber wohin? Kennen wir den Aufbau unserer Persönlichkeit,  können wir unsere  gegenwärtige Situation realistisch einschätzen. Wir sehen, wo wir sind, wo wir herkommen und wo wir hingehen.  Dieses Wissen befähigt uns dazu, die für uns richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir werden zu Meistern unseres Lebens!     

 

Um die Persönlichkeit zu erkennen, müssen wir uns aus  den Verwicklungen des Alltags lösen und die Aufmerksamkeit auf uns selbst richten.  Dies gelingt  mithilfe der von Werner Plate entwickelten Persönlichkeitskarten. 

Durch Schweigen, Meditation,  Fragen und Antworten, Übungen und Selbsterforschungssitzungen erforschen die Teilnehmer  ihre Persönlichkeit. Sie lernen, mithilfe der Karten das Symbol ihrer individuellen Persönlichkeit zu erstellen.     

Dieser Prozess ist sehr machtvoll und konfrontiert mit Wissen, das nicht nur  hilft, Alltagsprobleme zu bewältigen,  sondern auch den weiteren Weg, bis hin  zum völligen Erwachen aufzuzeichnen. Das Wissen um die verborgene Struktur der Persönlichkeit enthüllt unsere wahre Natur, die die Quelle ist, aus der die Persönlichkeit entspringt.  Wird dieses Geschehen  klar,  kennen wir nicht nur uns selbst, sondern die Essenz der gesamten Schöpfung. 

 

Symbol, Ego, Werner Plate, Mandapa-Coaching   Symbol, Ego, Werner Plate, Mandapa-Coaching  

 

Alles was ist entspringt dem Absoluten und entwickelt  sich wieder zum Absoluten hin. Das Absolute wird hier durch ein perfektes Quadrat symbolisiert.

Der Kreis/die Kugel im Quadrat symbolisiert  die Geburt des 'Ich'.  Ein Ich braucht das Du.  Dualität.

 

Die rote Ebene 
Die Empfindungen. Hier beginnt der Aufstieg  zurück zum Absoluten.  Von Trieben gesteuert verfolgen wir nur ein Ziel: Überleben.

 

Die blaue Ebene

Die Gefühle. Von Emotionen gesteuert  sichern  wir  unser Überleben.   Ein Revier, angenehme  Distanz zu Anderen gibt uns die nötige Sicherheit. 

 

Die gelbe Ebene

Die Sinne.   Begehrlichkeiten bringen uns dazu, die Distanz zu Anderen zu verringern.   Aber unser Besitz steht immer noch zwischen ihnen und uns.

 

Die grüne Ebene

Das Denken. Denken wird zur beherrschenden Kraft.  Wie lebe ich richtig?  Wie will ich von anderen gesehen werden?  Durch den Wunsch, auf bestimmte Weise zu erscheinen, setzen wir uns selbst in Beziehung. Aber jetzt steht zwischen und Anderen unsere eigene Ideologie. 

 

Die weiße Ebene

Das Ego. Der Entscheider weiß: "Ich bin verursachend!"   Das Ego trennt uns vom Absoluten. Um dort hinzugelangen müssen wir  das Ego hingeben.  Geschieht dies betreten wir wieder den Kreis und erfahren das Absolute.

 

Das Symbol beschreibt unseren Weg in die Schöpfung und wie wir wieder zum Absoluten finden - Evolution.

Die Mandapa Entwicklungstypologie

Die Persönlichkeit ist kein statisches Gebilde. Im Verlauf des Lebens entwickelt und verändert sie sich.   Dieser Entwicklungsprozess vollzieht sich  von der Geburt bis zum Tod  in aufeinander folgenden, natürlichen Schritten.   Würden keine Störungen auftreten, könnte jeder Einzelne im Verlauf seines Lebens, größtmögliche Entwicklung vollziehen, unter Umständen, vollends erwachen.   Leider begegnen uns auf unserem Entwicklungsweg unzählige  Hindernisse.  Vielen  Menschen werden  ihre späteren Begrenzungen bereits  bei der Befruchtung in die Wiege gelegt.  Sie müssen die Last voran gegangener Generationen tragen und kommen dementsprechend nur langsam voran.  Andere machen im Verlauf  ihres Lebens traumatische Erfahrungen, die ihre weitere Entwicklung blockieren.   Nur selten verläuft das Leben eines Menschen so ungestört, dass die fünf Entwicklungsschritte vervollständigt und das Tor zur  Befreiung erreicht werden kann.   Die Entwicklung der meisten Menschen endet früher. 

Alle Schwierigkeiten und Probleme, mit denen wir im Laufe unseres Lebens  konfrontiert werden, beruhen auf Entwicklungsblockaden.  Wollen wir Fortschritte machen, müssen wir wissen, in welcher Phase unserer Entwicklung wir stagnieren, was wir tun müssen, um unsere Entwicklung fortzusetzen. 


Die fünf Entwicklungsschritte

Die Verhaltensweisen und Antriebe eines Säuglings unterscheiden sich von denen eines Kindes. Ein Kind hat andere Prioritäten als ein Erwachsener. Reagieren wir als Erwachsene mit der spontanen Emotionalität eines Kindes,  wird das  zu Schwierigkeiten führen.  Jede Entwicklungsstufe ist wichtig, keine sollte und kann übersprungen werden.  Im Durchleben der Entwicklungsstufen lernen wir und erlangen die Fähigkeiten für die nächste Stufe.  Sind wir nicht in der Lage,  die Aufgaben einer Wachstumsebene zu erfüllen,  bleiben wir vollständig oder teilweise unter deren Einfluss.  Solange, bis wir die Fähigkeiten für den nächsten Schritt erlangt haben.   Es kann auch sein, dass wir die nächste Ebene betreten, aber unerledigte Aufgaben mit uns nehmen.  Dies kann zu erheblichen Schwierigkeiten führen.  

Durch genetische Übertragung beginnen wir dieses Leben bereits mit den unerledigten Aufgaben unserer Vorfahren.  Unsere  Entwicklungsschritte  sind deshalb vom frühesten Beginn an durch Kräfte der unterschiedlichsten Entwicklungsstufen eingefärbt.  Wäre das nicht so,  würden sich Menschen mehr ähneln.  Was nicht so ist.  In Gegenteil,  schon Säuglinge zeigen unterschiedliche Verhaltensweisen. 

Die Archetypen der Mandapa Typologie beschreiben unvermischte Persönlichkeitstypen der entsprechenden Ebenen.  Zum Beispiel ist ein Held ein Archetyp der zweiten Ebene.  Es gibt nicht nur einen Helden, sondern Hunderte und Tausende unterschiedlichste Helden.  Die einen sind sanftmütig, die anderen unbarmherzig.  Es gibt idealistische und materialistische Helden.  Sie alle verbindet ein Übergewicht an  grundlegenden Einstellungen, die einen Helden ausmachen, wie zum Beispiel der Mut.  Besteht ein Übergewicht an ‚heldenhaften Einstellungen‘ haben wir es mit einer Heldin zu tun, obwohl sie sich in anderen Bereichen gar nicht heldenhaft verhält.  Es geht also nicht nur darum, herauszufinden, ob wir Heldinnen sind oder nicht, sondern darum, welche Art von Heldin wir sind. 

Für  jede Wachstumsebene der Mandapatypologie  existieren 4 Archetypen.  Da sich die Kräfte des Systems in aktive und passive Einstellungen aufteilen, gibt es pro Ebene zwei weibliche und zwei männliche Archetypen, deshalb die Heldin.  Zu jedem  Archetyp existiert ein gegenteiliger Archetyp.  Zum Beispiel  steht der Heldin die Mitläuferin entgegen.   Die kämpft keinen einsamen Kampf,  sondern versteckt sich  in der Masse.   Bei unseren Archetypen geht es nicht um Gut oder Böse, Richtig oder Falsch.  Beide Seiten sind untrennbar miteinander verbunden, beide haben gute und schlechte Eigenschaften.  Sie sind notwendige Teile von jedem von uns mit allen Vor- Nachteilen. 

In en folgenden Kapiteln werde ich die Archetypen der Ebenen im Allgemeinen und jede Persönlichkeit einzeln beschreiben.  Vorher noch einige grundlegende Bemerkungen:


Die erste Entwicklungsebene
Menschen, die von Körperempfindungen gelenkt werden.

Den fünf Entwicklungsebenen werden in der Mandapa Typologie zwanzig Grundpersönlichkeiten zugeordnet, jeder Ebene vier.  Die Grundpersönlichkeiten  der ersten Entwicklungsebene werden von den Körperempfindungen in der Form von Instinkten und Trieben beherrscht.   Diese Empfindungen entspringen einer gemeinsamen Quelle: dem Überlebenstrieb. Hunger zum Beispiel, ist  eine unangenehme Körperempfindung.  Erfahren wir Hunger, erweckt er in uns das Verlangen nach der angenehmen Körperempfindung  von Sättigung.   Weil hinter dem Hunger der Überlebenstrieb steht,  schreit ein hungriger Säugling buchstäblich  um sein Leben. Der Überlebenstrieb steckt auch hinter der sexuellen Begierde.  Folgen wir ihm nicht, sind nicht nur wir selbst, sondern der Erhalt der gesamten Rasse bedroht.  Wenig Menschen können dem Drängen des  Sexualtriebs lange Stand halten. So schön der sexuelle Akt ist, ein großer Teil der damit verbundenen angenehmen Empfindungen, ist die Freude zu überleben. 

Der Überlebenstrieb macht uns zu Egoisten.  Das muss so sein, überleben wir selbst nicht, überleben auch nicht die Anderen.  Ein Säugling hat nur eine Aufgabe: zu überleben.  Er kennt kein Mitgefühl für Andere. Hat nur Interesse an ihnen, weil sie für sein Überleben erforderlich sind.  Das meint er  nicht böse.  Egoismus ist in dieser Phase unserer Entwicklung  ‚überlebenswichtig‘.   Bleiben wir in dieser Phase unserer Entwicklung stecken, verhalten wir uns auch noch als Erwachsene egoistisch wie Säuglinge.  Die vier Grundpersönlichkeiten, die unter dem Einfluss  von Einstellungen  der ersten Entwicklungsstufe stehen sind:  Der Egozentriker,  der Diener,  die Phlegmatikerin und der Luftikus.  Sie alle müssen lernen,  ihre Ichbezogenheit zu überwinden.  Menschen der ersten Entwicklungsebene werden von ihren Empfindungen gelenkt.  Sie haben keinen Zugang zu ihren Emotionen, zu ihren Wünschen zu ihrem Denken und ihrer Intuition. 


Die zweite Entwicklungsebene
Menschen, die vom emotionalen Feld gelenkt werden

Die vier Grundpersönlichkeiten der zweiten Entwicklungsstufe handeln unter dem Einfluss ihrer Emotionen.  Dies entspricht dem Verhalten von Kindern bis zum Beginn der Pubertät.  Verlassen wir die Phase des, um sein Leben kämpfenden, selbstbezogenen Säuglings, betreten wir die Ebene der Kindheit.  Jetzt gerät die Beziehung zu Anderen in den Fokus unserer Aufmerksamkeit.  Ein Kind, besonders ein Kleinkind denkt nicht über Andere nach, es fühlt sie.  Seine Begegnungen mit Anderen sind  primär emotionale Erfahrungen. Kommt es ihnen nahe, erfährt es angenehme Emotionen, wenn es zum Beispiel liebevoll in den Arm  genommen wird oder unangenehme Emotionen, wenn der Andere seine Annäherungen zurückweist.  Emotionen sind Schwingungen im feinstofflichen Feld des Körpers, die wir als Furcht, Wut, Liebe, Trauer, usw. bezeichnen.  Das Kind nimmt Einfluss auf diese Gefühle, indem es sich Anderen annähert, bzw. von ihnen entfernt.  Zu starke Bewegungen des emotionalen Feldes empfinden wir als unangenehm. Es erwächst das Verlangen, das emotionale Feld zu beruhigen.  Da wir auch  hier dem menschlichen Grundbedürfnis nach angenehmen Zuständen folgen, werden unsere Handlungen auf  der zweiten Entwicklungsstufe von Emotionen gelenkt.  Ein Kind ist mehr in Beziehung als ein Säugling, hat aber noch einige Entwicklungsschritte vor sich.  Spätestens mit der Pubertät betritt es die nächste Stufe seiner Entwicklung.   Gelingt es nicht, diesen Schritt zu tun, wirken die emotionalen Kräfte der zweiten Ebene weiter auf unsere Persönlichkeit ein.  Die Grundpersönlichkeiten der zweiten Ebene sind  der Berserker, der Samariter, der Held und der Mitläufer.  Menschen der zweiten Entwicklungsstufe sind sich ihrer Körperempfindungen bewusst und haben in gewissem Rahmen, die Wahl,  unangenehme Empfindungen zu akzeptieren.  Sie werden von ihren Emotionen gelenkt und  keinen Zugang zu ihren Wünschen, ihrem Denken und ihrer Intuition.

Die beiden ersten Entwicklungsstufen bilden gemeinsam die Stufe der Ichbezogenheit.  Die Aufmerksamkeit liegt bei beiden Stufen auf persönlichen Empfindungen, auf dem Erhalt angenehmer Körperempfindungen und der Beruhigung des emotionalen Feldes.   Im nächsten Entwicklungsschritt betreten wir den Lebensbereich der bewussten Beziehung zu Anderen, den Bereich des ‚Wir‘. 

 

Die dritte Entwicklungsebene
Menschen, die von sinnlichen Eindrücken gelenkt werden

Die dritte Entwicklungsebene wird von den Sinnen beherrscht, besonders vom Sehen.  Menschen unter dem Einfluss der Sinne vergleichen sich mit Anderen.  Sie vergleichen, was sie sehen, zum Beispiel das Aussehen, die Kleidung, den Besitz, den Partner, die gesellschaftliche Position.  Sie wollen  im Vergleich mit Anderen nach ihrem Maßstab gut bzw., besser aussehen.  Um das zu erreichen, fügen sie Dinge ihrem Besitz hinzu.  Der Wunsch, etwas zu besitzen erzeugt ein Spannungsfeld, das sie durch die Inbesitznahme des begehrten Objekts beseitigen wollen.  Diesem Handlungsimpuls sind sie gezwungen zu folgen.  Menschen dieser Entwicklungsebene sind auf der ersten  Stufe des ‚Wir‘.  Sie sehen sich selbst und Andere als materielle Objekte an.    Die vier Grundpersönlichkeiten dieser  Entwicklungsebene sind der Nimmersatt, der Genügsame, der Wohltäter und der Geizige.  Menschen dieser Ebene sind in gewissem Ausmaß in der Lage,  Körperempfindungen und Emotionen zu beherrschen.  Sie werden von ihrer Wünschen gelenkt und haben keinen Zugang zu ihrem Denken und ihrer Intuition.

Lernen sie, ihre Wünsche zu beherrschen, betreten sie die vierte Entwicklungsebene.

 

Die vierte Entwicklungsebene
Menschen, die vom Denken beherrscht werden

Auf dieser zweiten Stufe der Ebene des ‚Wir‘ sehen Menschen andere nicht mehr als materielle Objekte an, sondern als Persönlichkeiten.   Sie interessiert nicht, was ein Anderer besitzt oder welche gesellschaftliche Position er hat. Diese Menschen sind daran interessiert, was ein Anderer für ein Mensch ist.  Sie vergleichen ihre Persönlichkeit mit der Persönlichkeit Anderer. Halten sie einen Anderen für persönlich weiterentwickelt, wollen sie ihre Persönlichkeit seiner angleichen.  Die Fähigkeit, Andere als weiterentwickelt anzusehen als sich selbst, Ideale zu haben, macht das Besondere dieser Ebene aus.  Fällt dieser Vergleich zu ihren Ungunsten aus, erzeugt das einen unerwünschten Zustand von Unvollkommenheit, den Menschen dieser Ebene durch eine weitere Veränderung ihrer Persönlichkeit beseitigen wollen.   Durch dieses Vergleichen mit der Persönlichkeit Anderer stehen Menschen der vierten Entwicklungsebene unter dem Einfluss des Denkens. 

Die vier Grundpersönlichkeiten dieser Ebene sind der Jünger, der Priester, der Sucher und der Idealist.  Menschen auf dieser Ebene ihrer Entwicklung sind in der Lage, in einem gewissen Ausmaß, ihre Körperempfindungen, ihre Emotionen und ihre Wünsche zu beherrschen.  Sie haben keinen Zugang zu ihrer Intuition.

Gelingt es ihnen, sich als getrennt von ihrer Persönlichkeit anzusehen, können sie die fünfte Entwicklungsebene betreten.  Dies ist die Entwicklungsstufe des ‚Du‘.

 

Die fünfte Entwicklungsebene
Menschen, die von ihrem Ego gelenkt werden

Dies ist die höchste Entwicklungsebene im menschlichen Bereich.  Sie ist noch nicht das Ende unserer Entwicklung.  Menschen dieser Ebene sind in der Lage,  ihre Körperempfindungen, ihre Gefühle, ihre Wünsche und ihr Denken, in einem gewissen Ausmaß zu beherrschen.  Durch diese Fähigkeit erleben sie sich als  eine von diesen Bereichen getrennte Wesenheit, als ‚Willenswesen‘.  Sie glauben, das Leben kontrollieren zu können.  Dazu sind sie tatsächlich in großem Ausmaß in der Lage.  Ihre Aufmerksamkeit ist auf das  ‚Du‘ gerichtet.  Das ‚Du‘ umfasst  ihr eigenes Menschsein, Andere und das  Leben.  Dieses Andere wollen sie nach ihren Bedürfnissen kontrollieren und formen.  Geschehnisse, die sich außerhalb ihrer Kontrolle befinden, erleben sie als einen unangenehmen Zustand von Gefahr, den sie beseitigen wollen.  Auf diese Weise  versuchen sie immer größere Anteile des ‚Du‘ unter ihre Kontrolle zu bringen.  Die Fähigkeit, ihre Empfindungen, ihre Emotionen, ihre Wünsche und ihr Denken gleichzeitig wahrzunehmen, lässt sie sehr schnell und umfassend handeln.  Dieses Handeln wird intuitives Handeln genannt.  Es ermöglicht ihnen große gesellschaftliche Erfolge, die wiederum ihren Wunsch nach mehr Kontrolle bestärken.  Sie werden vom Zustand der Intuition beherrscht, dessen Macht sie daran hindert, die letzten Entwicklungsschritte zu tun.  Die Grundpersönlichkeiten  der fünften Entwicklungsebene sind der Macher, der Ergebene, der Müßiggänger und der Forscher. 

Um den nächsten Entwicklungsschritt tun zu können müssen sie ihre scheinbare Macht völlig aufgeben und sich dem ‚Du‘ rückhaltlos überantworten.  Gelingt ihnen das nicht, ist die Gefahr groß, ihre Fähigkeiten wieder zu verlieren und auf eine niedrigere Ebene zurückzufallen.

Persönlichkeitstypen und die Vermischung der Ebenen
Die zwanzig Grundpersönlichkeiten sind nicht soweit voneinander entfernt, wie es in der linearen Beschreibung ihres Entwicklungsweges erscheint.  Die Entwicklung zur fünften Ebene und darüber hinaus vollzieht sich nicht innerhalb eines Lebens, obwohl dies im natürlichen Ablauf eines Lebens angelegt ist.  Unsere jeweilige Geburt  ist das Resultat einer genetischen Übertragungslinie.  Unsere neue Persönlichkeit entspricht dem gemeinsamen Entwicklungsstand  der väterlichen und der mütterlichen Linie.  Wir  betreten mit unserer Geburt die erste Entwicklungsebene, was bedeutet, dass unsere Persönlichkeit zu diesem Zeitpunkt von überwiegend empfindungsgesteuerten Einstellungen  geformt sein muss. Dies ist  zum Überleben eines Säuglings unbedingt notwendig.  Darüberhinaus ist Raum für Einstellungen höherer Entwicklungsebenen, die wir in vorhergehenden Leben bereits erreicht haben. Sie dienen als Beschleuniger unserer momentanen Entwicklung und prägen unsere  individuelle Persönlichkeit. Auf diese Weise  mischen sich schon im Augenblick der Befruchtung Einstellungen der unterschiedlichen Entwicklungsebenen.  Es gibt also nicht nur Sucher, sondern tausende unterschiedliche Sucher.  Wenn es uns gelingt  herauszufinden, welcher dieser vielen Sucher wir selber sind, dann können wir unsere Potentiale klarer einschätzen,  erkennen, welche Hindernisse uns im Wege stehen und welcher Entwicklungsebene sie angehören.  Haben wir diese Informationen, wissen wir auch, auf welche Weise diese Barrieren zu überwinden  sind.  Unsere Entwicklung schreitet fort.   

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